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Innungshandwerker spenden für Thüringer ASB-Wünschewagen

Damit dem Jenaer ASB-Wünschewagen seine „Wunscherfüllungs-Energie“ auch auf längeren deutschlandweiten Fahrten nie ausgeht, entschieden sich die Handwerker der Innungsgemeinschaften Jena/Saale-Holzland-Kreis auch 2021, Weihnachtsgrüße ausschließlich elektronisch und nicht per Briefpost zu versenden. Vor Ort in Jena-Göschwitz überbrachten Kreishandwerksmeister Thomas Jüttner und KHS-Geschäftsführer Uwe Lübbert dem Jenaer Team des ASB-Wünschewagens die Spende in Höhe der so eingesparten 250 Euro. Die Aktion „Spende statt Weihnachtskarten“ soll nach ihren Worten alljährliche Tradition bleiben und gern auch zum Nachahmen anregen.

 

Reise unter dem LED-Sternenzelt

Am Standplatz des Wünschewagens in der Südwache der Jenaer Feuerwehr nutzten beide die Gelegenheit, mit Inka Frisch, ASB-Geschäftsstellenleiterin und Einsatzkoordinatorin sowie ASB-Mitarbeiterin Lisa Scholz auch die Details der Innenausstattung des besonderen Fahrzeuges zu besichtigen. Dieses ist ein umgebauter Krankentransportwagen, komfortabel ausgestattet für medizinische Betreuung und Transport auch von besonders pflege- und betreuungsintensiven Patienten während längerer Fahrten. Beispielsweise sorgen Musikanlage und ein LED-Sternenhimmel bei Abend- und Nachtfahrten für beruhigende Ablenkung.

 

Aufopferungsvoll und im Ehrenamt

Technik und ein Team von über 30 Ehrenämtlern ermöglichten es, letzte Herzenswünsche von in Thüringen wohnhaften sterbenskranken Menschen zu erfüllen. Fahrten führten bereits bis ans Meer. Bedauerlich sei, dass wegen der coronabedingten Einschränkungen einige Wunschziele unerreicht bleiben mussten. Der 15. und letzte Einsatz für 2021 sei ein Besuch eines Friedwaldes in Thüringen in der kommenden Woche. Vielfältig und meist eher bescheiden seien häufig die Wünsche, die vom Besuch entfernt wohnender Angehörigen oder von Plätzen mit schönen Lebenserinnerungen bis zur letztmaligen Reise an den Sehnsuchtsort reichen. Die Angehörigen lädt Inka Frisch ein, sich rechtzeitig mit ihr in Verbindung zu setzen.

 

Fest geknüpftes Netzwerk über Bundesgrenzen hinaus

Das Thüringer Projekt startete am 6. Dezember 2017. Die „Nikolausfahrt“ des blauen Kleinbusses brachte eine Oma nach Mellingen zur Theateraufführung ihrer Enkeltochter. Drei Jahre zuvor im Jahr 2014 startete der Essener ASB nach dem Vorbild der niederländischen Nachbarn erstmals ein Wünschewagen-Projekt in Deutschland. Inzwischen überspannt das Wünschewagen-Netz des ASB alle 16 Bundesländer.

 

Bild & Text Kartsen Seifert

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Veröffentlichung

Mo, 20. Dezember 2021

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