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Handwerk übergibt 1000-Euro-Spende an Jenaer Werkstattschule

Mit Matheunterricht und Fliesenlegen Lanzen für praktische Berufe brechen

 

Handwerk übergibt 1000-Euro-Spende an Jenaer Werkstattschule
 

Gerade recht komme seiner Werkstattschule die 1000-Euro-Spende, könne so doch wieder neues Material für den praxisorientierten Unterricht und den montäglichen Projekt- und Praxistag beschafft werden. Kreishandwerksmeister Thomas Jüttner und Manuela Vogt, Projektleiterin Passgenaue Besetzung bei der Kreishandwerkerschaft Jena/Saale-Holzland-Kreis (KHS) übergaben Schulleiter Christian Haschke den Spendenscheck. Auf ihrem diesjährigen Sommerfest wurden Tombola-Lose für lukrative Gewinne verkauft. Den Erlös rundete die KHS dann auf insgesamt 1.000 Euro auf.

 

Theorie nicht ohne Praxis

Mit praktischen Bezügen lerne es sich leichter. Deshalb kommt der Fliesenleger zur Flächenberechnung in den Matheunterricht, der Elektrohandwerker zum Thema Ohmsches Gesetz in die Physikstunde der Werkstattschule Jena. „Diese lebendige Partnerschaft mit dem Handwerk der Region unterstützt unser Prinzip, Theorie nicht ohne Praxis. In den Projekttagen werden Lehrinhalte mit praktischen Aufgaben verknüpft, sodass immer auch ein Produkt entsteht, beispielsweise ein Fliesenmosaik“, erklärt Schulleiter Christian Haschke das Ziel des Bildungsansatzes seiner Werkstattschule Jena. Frühzeitig bekämen die Kinder und Jugendlichen Kontakt und ein Gefühl für ihre „Händchen mit Köpfchen“ und auch für die Betriebe der Wirtschaft hier vor Ort, deren Arbeitsinhalte und Anforderungen. Bewusster würden sie so auch erkennen, wo Handwerk und generell praktische Arbeit drinstecke.

 

Praxisunterricht kontinuierlich mit Ziel und Plan

Seit der Eröffnung der Werkstattschule 2019 läuft mit Unterstützung der KHS das Projekt „Handwerk braucht Zukunft“. Hier werden den Kindern und Jugendlichen ihre praktischen Fähigkeiten aufgezeigt, ein Gefühl für Materialien vermittelt, Kreativität angeregt und bewusst gemacht und ihnen schließlich auch beispielsweise das Handwerk nähergebracht. Dies geschieht sehr planmäßig strukturiert, in der Klassenstufe 5 mit einem „lockeren Beruferaten“. Ab Klassenstufe 6 geht es handwerklich unter dem Motto „auf den Spuren des Fliesenlegers“ zur Sache. In Klassenstufe 7 kommt der Elektroniker dazu. Wie wichtig ist denn Strom und wo kommt der Strom her? Bewerbertrainings für Praktikumsplätze als Rollenspiele, starten ab Klasse 8. Hier arbeitet Manuela Vogt Hand in Hand mit den Jupiter-Projekt der Jenaer Wirtschaftsförderung. „Mit Kindern der früheren 5. Klasse führe ich inzwischen Bewerbertrainings durch. Deren Weiterentwicklung bis heute beeindruckt mich immer wieder aufs Neue und beweist, unser Weg ist lohnend und richtig“, beschreibt Manuela Vogt das Ziel ihres Projektes der Passgenauen Besetzung.

 

Die Bewerbungsmappe bleibt ein MUSS!

„Für die Auswahl meiner Lehrlinge möchte ich auf eine aussagefähige Bewerbung nicht verzichten“, lobt Thomas Jüttner diese Trainings und spricht dabei für sich und viele seiner Kollegen, die einen Handwerksbetrieb führen. Er würde sich immer wieder für eine maßgebliche Unterstützung dieser Zusammenarbeit mit der Werkstattschule und ihrem Förderverein entscheiden.

 

Ihre Ansprechpartner

Generell stehen die KHS in Jena Kreishandwerkerschaft und insbesondere Manuela Vogt, Projektchefin der "Passgenauen Besetzung" der KHS als erste Ansprechpartner für am Handwerk interessierte Schüler, Studenten, Quereinsteiger und auch Lehrer und Betriebe beratend, unterstützend und vermittelnd bereit.

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Veröffentlichung

Mo, 07. November 2022

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