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Trotz frostigen MINUS 18 Grad mahnen Friseure und Kosmetiker erneut auf Jenaer Markt

Bundesweite Aktion der toten Scheren soll auf Existenznöte hinweisen

 

Die Jenaer Friseurmeisterin Eva Neubert brachte ihre 50 Jahre alte Lehrlingsschere zur erneuten Mittwochs-Mahnwache der Friseure und Kosmetiker auf dem Jenaer Markt. Mit einem mahnenden schwarzen Trauerflor trug die Saloninhaberin sie nun zu Grabe. Seit 30 Jahren selbstständig, forderte sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen die sofortige Öffnung ihrer Friseursalons und Kosmetikstudios und die unbürokratische Auszahlung der lange versprochenen Überbrückungshilfen, um ihre Existenz nicht wirklich noch begraben zu müssen.

 

Friseursalons und Kosmetikstudios, ihre Inhaber, Meister und Mitarbeiter, wiederholten am 10. Februar 2021 bei frostigen minus 18 Grad in Jena und weiteren Orten in Thüringen und Sachsen-Anhalt ihre Mahnwache und sammelten Scheren für die „Aktion der toten Scheren“. Diese bundesweite Protestaktion soll den Handlungsdruck auf die Entscheider in den Politikebenen beim Bund und im Freistaat erhöhen und mit noch stärkerem Nachdruck auf ihre Existenznöte aufmerksam machen. Hierzu waren alle Salons aufgefordert, eine Schere mit schwarzer Schleife und gern auch einem zusätzlichen Statement abzugeben. Alle diese Scheren, die in der bundesweiten Aktion gesammelt werden, sollen am 15 Februar 2021 in Berlin an die Politikverantwortlichen übergeben werden.

 

Die damit verbundenen Hauptforderungen bleiben nach den Worten von Marion Heubel, Obermeisterin der Innung des Friseurhandwerks Jena/Saale-Holzland-Kreis bestehen: sofortige Öffnung der Friseur- und Kosmetiksalons sowie umgehende Auszahlung der zugesagten finanziellen Hilfen. Koordiniert wurden die Protestaktionen von den jeweiligen Landesinnungsverbänden, hier dem Landesinnungsverband Friseure und Kosmetiker Thüringen/Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 11. Februar 2021

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